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Verkehr und Umwelt

Conrad Wagner, Landratskandidat, im Amtsblatt vom 7.1.06

Die Überschwemmungen in Nidwalden, aber auch Naturkatastrophen weltweit zeigen uns, ohne Umwelt geht gar nichts. Die Umwelt ist aber für uns auch Lieferant von Rohstoffen und wir nutzen die Natur für unser Business, unsere Arbeit und in der Freizeit.

Es gilt also mit der Umwelt effizient und mit Voraussicht umzugehen. Die Umwelt und die Natur sind unsere einzige Lebensgrundlage heute und für spätere Generationen. Das DN setzt sich daher für einen sorgsamen Umgang mit Wasser, Boden und Luft ein, unterstützt verdichtetes Bauen und Wohnen, fördert die effiziente Energienutzung sowie erneuerbare Energien. Der Umweltschutz sichert und verbessert die hohe Lebensqualität in Nidwalden und in der Schweiz.

Der Umweltschutz hat sich dank politischer Rahmenbedingungen und marktwirtschaftlicher Anreize zu einem Wirtschaftsmotor entwickelt. Ökologie steht nicht mehr im Widerspruch zur Ökonomie, sondern sie ergänzen einander. Beispielhaft sei der Bausektor erwähnt, wo aufgrund von Umwelt- und Energie-Überlegungen Gewerbe und Industrie neue hochwertige Technologien, Produkte und Dienstleistungen vertreiben können, sei es für Neubauten oder für Renovationen. Das schafft auch neue Arbeitsplätze. Oder in Landwirtschaft und Ernährung, wo der Konsument bereit ist, für umwelt- und tiergerechte, aber auch für gentech-freie und einheimische Nahrungsmittel entsprechend einen besseren Preis zu bezahlen.

Ebenso ein Antrieb der Wirtschaft ist der Verkehr. Jedenfalls wurde die Verkehrsinfrastruktur zur Unterstützung und zum Wachstum von Wirtschaft und Wohlstand entwickelt. Deshalb sind Strassen und Bahn öffentlich. Mit dem grossen Boom des Automobils und des Flugzeugs seit dem 2. Weltkrieg entkoppelt sich aber die rasante Verkehrsentwicklung seit den 70er Jahren immer mehr von der nur noch mässigen Wirtschaftsentwicklung und wird zum eigenen, privatisierten Wirtschaftssektor. Der Verkehr verbraucht heute einen grossen Teil der Energie, zumeist als fossile, nicht erneuerbare Energieträger, und er ist verantwortlich für einen grossen Teil der problematischen Gase, z.B. dem CO2.

Und interessant, eigentlich wollen wir gar keinen Verkehr, sondern vielmehr Mobilität und schnellen Zugang zum Arbeitsort, zu Schule, Shopping und Freizeit. Deshalb gilt es – wie bei Umwelt und Natur – die Mobilität effizienter und mit mehr Voraussicht zu gestalten. Wir können z.B. unsere Wege wechselnd mit verschiedenen Verkehrsmitteln (Auto, Velo, Bahn, Bus, etc.) machen. Mit diesem multimodalen Verkehrsverhalten sparen wir ohne Einbussen an Mobilität und Freiheit bedeutend Verkehr und Energie ein. Der einzelne bereichert zudem mit einer ausgewogenen Verkehrsmittelwahl – ähnlich wie ein individuell zusammengestelltes Menu – seine Verkehrskultur. Also: Effiziente Nutzung von Umwelt und Natur sowie „Mehr Mobilität und weniger Verkehr“.

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